Von 19.–21. Juni findet das Klavierfestival Wotrubakirche in Wien/Mauer statt. Drei Abende, drei Klangwelten: In der einzigartigen Atmosphäre der Wotrubakirche erwartet Sie ein dreitägiges Klavierfestival, das von Chopin in Wien über Beethovens leidenschaftliche Appassionata bis zu Mussorgskys Bilder einer Ausstellung ein besonderes Hörerlebnis verspricht.
Für eine Stärkung in der Pause sorgen die Caex der Pfadfindergruppe 57 vom Georgenberg gegen eine Spende.
Einlass 30 Minuten vor Konzertbeginn. Innerhalb der Kategorien besteht freie Platzwahl.
Chopin in Wien - Klavierabend
Freitag, 19. Juni 2026 | 20:00
Frédéric Chopin verbrachte zwar den Großteil seines Lebens in Polen und Frankreich, doch prägten seine Aufenthalte in Wien seine künstlerische Entwicklung maßgeblich. 1829 unternahm er eine Konzertreise mit mehrwöchigem Aufenthalt in Wien. 1830/31 kehrte er erneut für mehrere Monate nach Wien zurück, wo er vom Ausbruch der polnischen Revolution erfuhr.
Renate Hudler hat für das Programm Chopin in Wien Werke ausgewählt, die Chopin während seiner Wiener Aufenthalte aufführte und komponierte, sowie Stücke von Komponisten, denen er in Wien begegnete.
Das Scherzo op. 20, die Grande Valse brillante op. 18, das Rondo à la Mazur op. 5 und das Nocturne cis-Moll zeigen die unterschiedliche Facetten von Chopins Klangsprache zwischen Virtuosität, Intimität und nationaler Prägung.
Ergänzt wird das Programm durch Liszts Venezia e Napoli und Hummels Rondo op. 11.
KünstlerInnen
- Renate Hudler, Klavier
Appassionata - Klaviermusik von Beethoven, Schubert und Liszt
Samstag, 20. Juni 2026 | 20:00
Der tschechisch-amerikanische Pianist Karl Heinz Grube, dessen künstlerisches Denken wesentlich von der Beschäftigung mit historischen Tasteninstrumenten und romantischer Aufführungspraxis geprägt ist, begegnet hier zentralen Werken des Wiener Repertoires an einem für sie historisch bedeutsamen Ort.
Franz Schuberts Impromptus op. 142 entstanden im Wien des frühen 19. Jahrhunderts. In ihnen verbindet sich Liedhaftigkeit mit existentieller Tiefe.
Beethovens Sonate f-Moll op. 57 Appassionata ist ein Schlüsselwerk der Wiener Klassik an der Schwelle zur Romantik und bildet den dramatischen Kern des Abends.
Den Abschluss des Programms bilden Franz Liszts Variationen über Johann Sebastian Bachs Weinen, Klagen - Sorgen, Zagen, die den schöpferischen Umgang der Romantik mit musikalischer Tradition hörbar machen.
KünstlerInnen
- Karl Heinz Grube, Klavier
Bilder einer Ausstellung - Klavierabend
Sonntag, 21. Juni 2026 | 20:00
Mussorgskys Bilder einer Ausstellung eröffnet den Abend als eindrucksvolle Folge musikalischer Charakterstücke, die in der originalen Klavierfassung eine besondere Expressivität entfalten.
Poulencs bedeutendstes Klavierwerk L’Histoire de Babar le petit éléphant, zu hören in der deutschen Fassung, ging aus einer Klavierimprovisation in einer spontanen Vorlese-Situation hervor. In diesem Stück wechseln Musik und gesprochener Text einander ab, überlagern sich und reagieren aufeinander. Aus diesem Miteinander von Musik und Text entsteht ein Werk von subtilem Humor und erzählerischer Musikalität.
Debussy komponierte seine Klaviersuite Children’s Corner für seine Tochter Chouchou. Dieses Stück wirft einen humorvollen Blick auf die Requisiten und Erlebniswelt eines Kindes, bei der Spielsachen ebensowenig fehlen dürfen wie eine Parodie auf Klavieretüden à la Czerny.
KünstlerInnen
- Renate Hudler, Klavier
- Karl Heinz Grube, Klavier
